Theresa

    Aufgaben im Verein

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, bis jetzt noch keine wirkliche Aufgabe für den Verein zu erfüllen, aber ich glaube fest daran, auch noch einen Bereich zu finden, in dem ich etwas Sinnvolles beitragen kann! Meine bisherigen Leistungen beschränken sich aufs Wassertragen… und natürlich gebe ich mir beim Lagern größte Mühe, Kontakte zu anderen Vereinen zu knüpfen. ;)

    Was mich an dem Hobby fasziniert

    Vor allem ist es der Schwertkampf, der mich zu diesem Verein brachte. Eine Sportart, die sehr anstrengend ist, gleichzeitig höchste Konzentration fordert und dazu auch noch Spaß macht (am liebsten würde ich ja einfach nur schreiben „Schwertkampf?! Wie cool ist das denn!“)! Habe natürlich vor, irgendwann mal großer Meister (öhm, große Meisterin, versteht sich) zu werden. Daneben fasziniert mich an diesem Hobby aber auch – wie wohl alle anderen ebenso – die Möglichkeit, aus dem normalen Leben auszusteigen. Hobby ist Hobby: beschäftigt man sich intensiver mit einer Thematik, einem Instrument oder einer Bastelei ist man in der Position, anderen Interessierten einen kurzen Einblick in eine für sie völlig fremde Welt zu gewähren. Bei meinem ersten Lager zu erleben, wie interessiert die BesucherInnen über die eigene Person an den Lebensbedingungen des Mittelalters sind, war für mich sehr motivierend, mich intensiver mit den einzelnen Fragen rund um Kleidung etc. auseinanderzusetzen.

    Dazu kommt natürlich auch der gesellige Aspekt: Es gibt sehr wenig Gelegenheiten, im alltäglichen Leben mit neuen Menschen in Kontakt zu treten, ohne einen komischen Eindruck zu erwecken („Huch? Was will sie? Puh, zum Glück nur nach der Uhrzeit fragen. Dann kann ich meinen skeptischen Blick ja wieder abnehmen“). Beim Lager hingegen existieren eben diese Regeln des Alltags nicht und man kommt ungezwungen mit verschiedensten Menschen in Kontakt, die allerdings ein Wesentliches eint: Ihr Interesse der mittelalterlichen Darstellung.

    Und zu guter Letzt ist es natürlich das Mittelalter selbst. Auch wenn nichts davon wahr ist, so haben mich doch die Heldengeschichten, feuerspeiende Drachen, edle Ritter und wunderschöne Burgfräulein seit frühester Kindheit so beeindruckt, dass mich der reale Gegenpart der Schurkengeschichten, herumwuselnder Ungeziefer, grausamer Gutsherren und zahnloser Jungfern nicht davon abgebracht hat, im Mittelalter eine Zeit zu sehen, die es auf jeden Fall zu erleben lohnt – und sei es nur für ein Wochenende.

    Was ich im "echten" Leben mache

    Ich mache Latein (und versuche in der „Gelehrtenbahn“ den nächsten Titel zu ergattern), spiele Gitarre (und versuche mir selbst irgendwelche Lieder beizubringen), treffe mich mit Freunden (und versuche verzweifelt sämtliche Kontakte aufrecht zu erhalten), treibe Sport (und versuche halbwegs alles unter einen Hut zu bringen, sprich: beachen, Mountain-biken, schwimmen, joggen, kämpfen), unternehme Reisen (und brauche dafür dank Mitfahrgelegenheit und neu gewonnener Anspruchslosigkeit bezüglich des Schlafplatzes nicht viel Geld) und natürlich esse, lese, tanze, … ich gerne. Aber so ein Menschenleben ist schon verdammt kurz. Und was von all den Dingen mein „echtes Leben“ ist, habe ich immer noch nicht herausgefunden ;)